ohneeinwort

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Ohne Terminus?

In Erklärungsversuch on Februar 28, 2009 at 12:00 pm

Liebe Leserschar, ihr habt euch sicher schon gefragt „Ohne Terminus? Was soll der Scheiß denn? Kann man nicht einfach einen normalen Namen wählen, der irgendeinen Sinn ergibt?“

Nein, kann ich leider nicht. Dahinter steck aber auch eine profunde Logik:

  1. Ohne Minus: Auf diesem Blog gibts nur Plus, d.h. Positives!
  2. Ohne Terminus: Terminus kommt aus dem Lateinischen und heißt soviel wie Grenze, Grenzstein und Bezeichnung. Dazu das Ohne, das Wort der Entbehrung. Dadurch ergibt sich:
    • Kein/e Grenze(n)/Grenzstein, d.h. ich halte mir die Option offen, über alles zu schreiben, ohne dass mich jemand daran erinnern kann, dass dieses Thema hier nichts zu suchen hat.
    • Keine Bezeichnung; vertehe ich auch noch nicht so richtig.

Jetzt müssten endgültig alle Klarheiten beseitigt sein.

P.S. Das Blöde ist jetzt, dass mein Twitter-Account Ohne_Worte heißt, mein WordPress-Name ohneeinwort, mein Blogtitel Ohne Terminus. Aber das Ohne Bezeichnung schließt ja erfreulicherweise nichts aus, wodurch eigentlich alles egal ist.

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Die Wiedergeburt der Parkuhr

In Sprache on Februar 23, 2009 at 12:40 pm

Ich dachte eigentlich, die gute, alte Parkuhr sei abegeschafft worden und die Zukunft würde der mobilen Taschenparkuhr und dem Parkautomat (einer für alle) gehören. Oder Parkticket-per-SMS. Denkste. Über den Parkautomat gibt es nicht einmal einen eigenen Wikipedia-Eintrag, der heutzutage ja die Relevanz anzeigt(!). Nur „Verkaufsautomat“ gibt es.

Aber der Trend geht ja sowieso (zurück) zur Parkuhr. Dazu passt dann auch der Sinn derselben: Um den kürzesten Weg von A (Parkplatz) nach B  (Ziel) zu erreichen, wird das Auto so nah wie möglich an B geparkt, um dann auf direktem Wege dorthin zu gelangen.

Irgendwelche Probleme damit? Eure Meinung?

Mir war ja gar nicht bewusst, dass so eine Parkuhr auch ein Innenleben hat (siehe Wikipediaartikel Bild unten rechts), d.h. auch Gefühle haben. Daher darf man die Parkuhren auch nicht so einfach verschwinden lassen, damit sie nicht verletzt werden. Außerdem könnten Parkuhrentleerer wieder eingestellt werden!

Überwachung via Standlicht

In Wahnsinn on Februar 21, 2009 at 1:12 pm

Dunkelheit. Vor einem Haus ein paar Fahrräder, in der geordneten Reihe des Fahrradabstellplatzes.

Wäre das ein Film gewesen, würde der Protagonist erst vorbeilaufen, plötzlich verharren, einen Schritt rückwarts machen und sich verwundert die müden Augen reiben.

Ein rotes Rücklicht leuchtet verloren in die Schwärze der Nacht.  Der Nachleuchteffekt eines Standlichtes.  Das Standlicht  seiner Frau.

Die Alarmglocken würden augenblicklich anfangen zu läuten. Hatten sie nicht ausgemacht, dass seine Frau heute auf die Kinder aufpassen würde, damit er sich mal wieder mit einem alten Freund, der gerade in der Stadt war, treffen konnte? War seine Frau, nachdem die Kinder schliefen, noch ausgegangen? Zu ihrem Liebhaber? Oder gab es eine einfache und stichhaltige Erklärung dafür?

Die Welt mit Kinderaugen sehen

In Sprache on Februar 17, 2009 at 6:10 pm

„Ist das eine Straßenbahn, die oben festgemacht ist und durch die Luft fährt?“ höre ich eine Stimme, während ich in einer stinknormalen Straßenbahn unterwegs bin. Ich wundere mich; bin ich in der Wüste und es gibt eine Fatamorgana zu sehen? Oder ist sowas jetzt schon normal in der heutigen Zeit?

Ich werde neugierig und drehe mich langsame um und sehe einen kleinen Jungen, der mit ausgestreckter Hand seine Mutter auf ein Werbeplakat aufmerksam macht, auf dem eine Seilbahn zu sehen ist.

Eigentlich trifft die Beschreibung doch sehr genau, was so eine schwebende Straßenbahn eben ausmacht. Vielleicht sollten Seilbahnen ab jetzt immer als  „oben festgemachte, durch die Luft fahrende Straßenbahnen“ bezeichnet werden. Mir gefiel diese Sicht der Dinge eines kleinen Kindes.

(Wer die Trefflichkeit der Beschreibung nicht sieht, sollte sich einmal dieses Bild anschauen.)

Der Mythos Coffee Togo

In Sprache on Februar 14, 2009 at 10:58 am

Seit ich weiß nicht wann gibt es ja diesen enormen Hype um diesen Togo-Kaffe.  Ich frage mich ja, ob Togo diese riesigen Mengen an Kaffee-Bohnen überhaupt tragen kann. Zwar entfallen 10% des Bruttonationaleinkommens auf den Export von Kaffee. Aber stammt wirklich jedes als „Coffe Togo“ verkaufte Heißgetränk aus Togo? Immerhin ist Deutschland eines der bedeutendsten Abnehmerländer von Kaffee. Und andere wollen ja auch noch etwas vom „Kuchen“ abhaben.

Immer wenn ich ein Schild sehen, auf dem ein Coffee to go für 1 Euro angeprießen wird, frage ich mich, wieso Togo immer falsch geschrieben wird. Ich glaube, ich muss in den Geschäften mal nachfragen. Aber die ich werde hundertprozentig keine zufriedenstellende Antwort bekomme. Eher eine Erklärung á la „to go ist Englisch, das heißt, frei übersetzt, zum Mitnehmen.“ Ja wieso kann man dann nicht einfach schreiben „Kaffee zum Mitnehmen“? Blöde Anglizismen!

Mich bewegt außerdem die Frage, ob die Welt einen Exklusivwerbevertrag mit Togo abgeschlossen hat? Wäre das nicht Wettbewerbsverzerrung?

Umzugsstress

In Stress on Februar 12, 2009 at 3:53 pm

Der salzig Schweiß rinnt mir die Stirn herunter, die Haare kleben an meiner Stirn, meine Arme schmerzen, meine Hände sind rau von den schweren Lasten. Kurz durchatmen. Ich fühle mich, als wäre ich Marathon gelaufen. Mit einer Extrarunde.
Ein paar Yoga-Übungen, zum Entspannen. Hilft nicht. Einfach auf dem Sofa ausstrecken, sich gehen lassen und einfach mal nichts tun. Fix und fertig, aber glücklich.
Nun aber ganz offiziel: Wie die riesige und enorm treue Leserschaft jetzt gerade sicher bemert hat, bin ich von Blogger (google)  – evil oder nicht, wie auch immer –  zu WordPress umgezogen und werde nun hier mein Blog alleine – leider ohne Sojabohne (Zitat: „Du wirst eh nie erfolgreich“) – fortführen.

Da ich nun alleine das Blog schreibe, habe ich mich entschlossen, einen neuen Weg einzuschlagen, und von google’s blogger.com zu WordPress zu wechseln. Mit meinem alten Blog war ich eigentlich relativ zufrieden, erhoffe mir aber jetzt von WordPress, dass ich dieses Blog mehr nach meinem Belieben gestalten kann. Vor allem durch Plugins. Außerdem hat ein google-Blog immer diesen „Evil-Charakter“, den ich nun hoffe los zu sein.

In letzter Zeit habe ich leider viel zu wenig gebloggt. Neues Blog, neue Motivation. Soweit zumindest die Theorie.

So, jetzt ist denke ich alles gesagt, das Experiment kann beginnen.